100 JAHRE KUNSTHALLE MANNHEIM 2007

100 Jahre Kunsthalle Mannheim  –  Eröffnung 1. Mai, 2007

 

ROLF LAUTER, 100 JAHRE KUNSTHALLE MANNHEIM, EINLADUNG, KUNSTHALLE MANNHEIM 2007

ROLF LAUTER, 100 JAHRE KUNSTHALLE MANNHEIM, EINLADUNG, KUNSTHALLE MANNHEIM 2007

ROLF LAUTER, 100 JAHRE KUNSTHALLE MANNHEIM, EINLADUNG, KUNSTHALLE MANNHEIM 2007

ROLF LAUTER, 100 JAHRE KUNSTHALLE MANNHEIM, EINLADUNG, KUNSTHALLE MANNHEIM 2007

 

Einladung

 

Katalog

ROLF LAUTER, 100 JAHRE KUNSTHALLE MANNHEIM, KATALOG, KUNSTHALLE MANNHEIM 2007

100 Jahre Kunsthalle Mannheim – Booklet

ROLF LAUTER, INFO BROSCHÜRE 100 JAHRE KUNSTHALLE MANNHEIM 2007
ROLF LAUTER, INFO BROSCHÜRE 100 JAHRE KUNSTHALLE MANNHEIM 2007

Die Kunsthalle Mannheim feiert ihr 100-jähriges Jubiläum

Interview mit Dr. Rolf Lauter

Im Jahr 2007 gibt es viel zu feiern: Nicht nur das Stadtjubiläum, sondern auch das 100jährige Jubiläum der Mannheimer Kunsthalle. Welche Aktivitäten haben Sie geplant?

L.: Zunächst werden wir am 26. Januar im Rahmen der 400-Jahrfeier der Stadt alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos in die Kunsthalle einladen. Mit „Open House – Open Night“ wollen wir teils auf spielerische, teils auf wissenschaftliche Art zeigen, daß die Kunsthalle vor allem für die Menschen der Stadt und der Region da ist. Es wird ein vielfältiges Programm für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren geben. Am Abend des 26. Januar werden wir auch die Sonderausstellung „Weischer meets Beckmann“ mit einem Werkdialog zwischen den Zeichnungen des jungen Leipziger Malers sowie Bildern und Grafiken von Max Beckmann eröffnen.

Im März wird der neu gestaltete Skulpturenpark um die Kunsthalle in Zusammenhang mit einer von der H.W. & J. Hector Stiftung komplett finanzierten, weltweit einzigartigen und ästhetisch sehr reizvollen Lichtinstallation des berühmten amerikanischen Künstlers James Turrell eröffnet. An beiden Seitenfassaden des Kunsthallen-Neubaus leuchten dann jeweils zu bestimmten Abendstunden ‚pulsierende’ Lichtkörper, die eine äußerst romantische Aura entfalten. In Verbindung mit einem weiteren künstlerischen Projekt wollen wir erstmals in der Geschichte der Kunsthalle die Kuppel des Altbaus von innen heraus beleuchten. In der Ausstellungshalle Bunker zeigen wir gleichzeitig Werkgruppen der Preisträger des „H.W. & J. Hector Kunstpreis 2006“ sowie in Räumen des Neubaus kleinere Werkensembles der koreanischen Künstlerin Seo und der in Berlin arbeitenden Malerin Nina Hoffmann.

Ab 1. Mai wollen wir die wichtigsten Konvolute und Einzelwerke der Sammlung auf der Basis des seit vier Jahren vorbereiteten neuen Konzeptes präsentieren, begleitet von einem umfassenden Werkverzeichnis der Museumsbestände sowie einer für den Auftritt im Internet entwickelten Datenbank. In dialogischer Gegenüberstellung werden dann auch Werkgruppen von bisher noch nicht in deutschen Museen gezeigten Künstlern zu sehen sein, wie die kritischen Arbeiten des aus Heppenheim stammenden Thomas Zipp, die phantasievollen Plastiken des israelischen Künstlers Tal R und die an mythologisch-symbolischen Themenkreisen orientierten Bilder und Plastiken des italienischen Künstlers Giuseppe Gallo.

Ein besonderes Ereignis ist die Ausstellung „Goya – Manet – Picasso“ im Oktober. Wo sehen Sie die Verbindung zwischen den drei Künstlern?

L.: Alle drei Künstler thematisieren mit unterschiedlichen malerischen Mitteln Fragen von der Schönheit und dem Schmerz des Daseins. Wir gehen von Manet aus zurück zu Goya und nach vorne zu Picasso: Manet hat in seinem berühmten Bild „Die Erschießung des Kaisers Maximilian von Mexiko“ (1868/69) aus einer realen und eminent existenziellen Situation – der Tötung eines Menschen – ein Bild geschaffen, das deutlich vom malerischen Ausdruck und nicht von der Drastik des Themas bestimmt wird. Es ist eine die Geschichte glättende „Historienmalerei“, mit der Manet das politische Ereignis metaphorisch verdichtet und malerisch transformiert hat.

Goya konzentrierte sein bildnerisches Denken dagegen 50-70 Jahre früher auf die Präsenz des gestalterischen Ausdrucks und hier zum einen auf eine existenzielle Expressivität der Darstellung, zum anderen auf eine hintergründig-realistische Umsetzung der von ihm porträtierten Mitglieder des Adels. In seinen Werken manifestieren sich damit sowohl die unseren Augen verborgene Traurigkeit des schicksalshaften Daseins, als auch eine wirklichkeitskonforme Vorstellung von Schönheit.

Und dann kam Picasso, der sich im frühen 20. Jahrhundert über beide Positionen hinweggesetzt hat und versuchte, uns die Sprache der Malerei als eine Sprache der Symbole und Metaphern begreiflich zu machen. Er reduzierte die Gestaltung auf wenige verdichtete Formen, die sowohl die traurige Existenz als auch die Erotik, Schönheit und Liebe betreffen. Die Mannheimer Kunsthalle zeigt damit nicht nur eine Ausstellung von Highlights, sondern herausragende Positionen, die die Beweglichkeit des künstlerischen Denkens deutlich machen.

Es gab ja einige Bedenken im Vorfeld, „Die Erschießung Kaiser Maximilians von Mexiko“ von Edouard Manet auszuleihen …

L.: Die Kunsthalle Mannheim hat wie viele Museen der Welt Kulturgüter, die sie zwar besitzt und verwaltet, die aber meines Erachtens der Menschheit allgemein gehören. Natürlich wollen wir sie mit der höchstmöglichen konservatorischen Sorgfalt betreuen, müssen aber auch daran denken, sie ab und an Menschen nahezubringen, die vielleicht nie nach Mannheim kommen können. Wir wollen unsere Sammlung lebendig halten und sie für Menschen vieler Kulturen öffnen. Dann erfüllen wir auch den Wunsch der Künstler, die die Werke geschaffen haben und eine unserer Hauptaufgaben, die darin besteht, die Kunst zu vermitteln. Zudem bekommen wir auch von anderen Museen wunderbare Leihgaben, die teilweise noch nie ihre Häuser verlassen haben.

Welche Arbeiten präsentieren Sie außerdem?

L.: Wir werden etwa 50 Hauptwerke der drei Künstler zeigen, wobei der Hauptakzent auf einem umfangreichen Konvolut von Picasso liegen wird. Die früheste Arbeit von Picasso ist im Jahr 1905 entstanden, weitere Werke stammen von den 30er bis zu den 70er Jahren, in denen sich der malerische Reichtum Picassos ganz entfaltet.

Von Goya erhalten wir zehn Hauptwerke, die zwischen den Themen Schönheit und Schmerz angesiedelt sind. Zudem werden wir Radierungszyklen und Zeichnungen aus der Zeit der Inquisition vorstellen. Bei Manet konzentrieren wir uns einerseits auf das Thema der „Erschießung“ und die zugehörigen Dokumente, andererseits werden wir demgegenüber Bilder präsentieren, die die Idylle und die impressionistische Leichtigkeit der Malerei spürbar werden lassen.

Auf welche Arbeit freuen Sie sich ganz besonders?

L.: Es gibt einen ganz frühen Akt von Picasso von 1905/06 aus dem Museum of Modern Art in New York, der ist sensationell! Die Malerei damals war bereits so weit gediehen, dass viele Künstler darauf aufgebaut haben. Ohne diesen Akt wäre vieles in der Malerei nicht passiert.

100 Jahre Mannheimer Kunsthalle: Inwiefern hat sich die Museumsarbeit verändert?

L.: Ich denke, dass ein Museum in der heutigen Zeit versuchen sollte, konzeptionell eine identitätsstiftende Position zu besetzen, ohne dabei allzu spezialisiert vorzugehen. Auch wenn zu der Mannheimer Sammlung über 100 herausragende plastische Werke des 19. und 20. Jahrhunderts zählen, würde ich heute – bezogen auf Mannheim – nicht für ein Museum plädieren, das sich auf diese Gattung spezialisiert, sondern stets auch den ebenso wunderbaren Bestand an Malerei und Grafik hervorheben. Spezialmuseen machen dort Sinn, wo es daneben noch andere gibt, die die Vielfalt der Kunst offenbaren. Wir können wirklich froh sein, dass es in Mannheim Museumsdirektoren gab, die gegen viel öffentliche Kritik wichtige Werke der Gegenwartskunst – und dies oft nur mit privaten Mitteln – erworben haben, wie etwa auch eines der berühmten Beispiele, die „Erschießung Kaiser Maximilians“ von Manet.

In der Kunsthalle möchte ich eine Zusammenstellung von Kunstwerken allein nach entwicklungsgeschichtlichen Chronologien, in denen das Einzelwerk auf ein historisches Dokument reduziert wird, vermeiden, und vielmehr das Konzept von „dialogischen Werkgruppen“ realisieren, bei dem Werke von verschiedenen Zeiten, Kulturen, Individuen und Medien zu neuen inhaltlichen Korrespondenzen zusammengeführt werden. Damit geben wir den Werken ihre Autonomie und bildnerische Individualität zurück und ermöglichen dem Betrachter, neue wahrnehmungsästhetische und geistige Räume zu erschließen. Aufgrund der Tatsache, dass wir in einer Zeit der Globalisierung leben, wollen wir überlegen, welche für die Menschen von heute relevant sind. Der Weg der Kunsthalle könnte also sein: Die Gegenwart unter Einbeziehung von Vergangenheit und Tradition sowie unter Berücksichtigung von zukunftsrelevanten Vorstellungen zu denken und mitzugestalten.

Welches sind denn ihre persönlichen Lieblingswerke?

L.: Wir haben herausragende Bilder, wie etwa die „Erschiessung des Kaisers Maximilian“ von Manet, den Raucher von Cézanne, die Seelandschaften von Ferdinand Hodler oder die Abendstimmung von Caspar David Friedrich. Ich selbst liebe den „Großen Fisch“ von Constantin Brancusi. Er ist die stärkste Form der Transzendenz von Materie. Es ist eine wunderbare, tolle Arbeit – und wurde von Heinz Fuchs extrem gut platziert.

Dem gegenüber sind auch Werke der Gegenwartskunst zu erwähnen, wie etwa Richard Longs Steinkreis, Yan Pei-Mings großformatige Landschaft, Anselm Kiefers „Welle“, Shirin Neshats „Tooba“, Alastair Thains brilliante Fotos oder der Papst von Francis Bacon.

Wie gewinnt man junge Menschen für die Kunst? Wie vermittelt man heutzutage überhaupt moderne Kunst?

L. : Da gibt es relativ gute „Schlüssel“. Der eine ist, dass man jungen Menschen bestimmte Vorstellungswelten des bildnerischen Denkens von Künstlern mitgeben kann – nämlich die Fähigkeit, hinter die Kulissen der Wirklichkeit zu blicken. Dabei geht es vor allem um die Kreativitätsförderung, die junge Leute über ihre eigene Wahrnehmung an das heranführt, was sie wirklich sehen können und machen wollen. Dann kann sich mitunter auch ein Verständnis für das andere, fremde und für die Kunst ergeben.

In welche Richtung wird sich die Institution Museum ihrer Meinung nach entwickeln?

L.: Das Museum ist seit seinem Beginn stets im Wandel begriffen. Auch wenn eine seiner wesentlichen Aufgaben eine gedächtnisstifende ist und bleibt, glaube ich, dass das lebendige Museum, das der Wahrnehmung einen breiteren Raum gibt, viel stärker in den Vordergrund rücken wird. Ein inhaltlicher Austausch zwischen Alt und Neu, zwischen Tradition und Gegenwart kann hier zu neuen Erfahrungen führen. Durch die Sensibilisierung der Wahrnehmungsfähigkeit von Besuchern kann sich ein gesteigertes Kommunikationspotenzial entwickeln, das zu einer subjektiveren ästhetischen Einschätzung von Sachverhalten führen kann. Ich glaube an ein Museum, das auf der Vielschichtigkeit des Angebots und einem permanenten, leichten Wandel basiert, wie uns dies aus der Natur bekannt ist.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

L.: Für die Kunsthalle wünsche ich mir ein erfolgreiches Jubiläumsjahr, für die Menschen mehr Ernsthaftigkeit und Respekt im Umgang mit der Kultur und Kunst und für die Gesellschaft wünsche ich mir erweiterte schöpferische Freiräume für Menschen, die das Neue und Ungewohnte wagen wollen.

 

Eröffnung

 

100 Jahre Kunsthalle Mannheim 1907-2007: Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft

Seit dem Jahr 2003 sind in der Kunsthalle zahlreiche architektonische, sammlungsspezifische und konzeptionelle Veränderungen vorgenommen worden, die regional, national und international für Aufsehen gesorgt und uns Anerkennung gebracht haben. Diese positive Entwicklung wird auch im Jubiläumsjahr 2007, in dem die Kunsthalle ihr 100-jähriges Bestehen und die Stadt Mannheim ihr 400-jähriges Jubiläum feiern, eine konsequente Fortführung erfahren.

Unter dem Titel „100 Jahre Kunsthalle Mannheim“ zeigen wir ab dem 1. Mai in einer umfassenden Neupräsentation in fast allen Ausstellungsräumen des Alt- und Neubaus sowie im Bunker eine Vielzahl von Werken der Sammlung, substanziell verstärkt durch zahlreiche Schenkungen, Leihgaben und Dauerleihgaben. Bei der nach konzeptionellen und inhaltlichen Gesichtspunkten deutlich veränderten Neupräsentation entführen wir die Besucher in eine Welt unerwarteter Korrespondenzen und Dialoge von Werken verschiedener Künstler, Zeiten, Kulturen und Medien.

Bereits im Frühjahr 2007 wurde im Außenbereich des Museums der neuangelegte „Skulpturenpark Kunsthalle“ eröffnet. Ein besonderes Highlight dieses Skulpturenparks ist das von der H.W. & J. Hector Stiftung geförderte Kunstprojekt „Four Eyes“, die weltweit erste permanente Lichtinstallation im Außenraum eines Museums des berühmten amerikanischen Künstlers James Turrell. In den Abendstunden können die Bürger und Besucher Mannheims nun ein sinnlich-wahrnehmungsästhetisches Lichtschauspiel mit den sich langsam verändernden Farben erleben.

Das Jubiläumsjahr wird noch zusätzlich durch ein vielseitiges und hochrangiges Ausstellungs- und Veranstaltungsangebot ergänzt. Ab dem 1. Mai wollen wir neue Werkgruppen von Thomas Zipp und Tal R, im Spätjahr dann Arbeiten von Nina Hoffmann und Matthias Weischer zeigen. Als weitere Besonderheiten stellen wir schließlich neueste Positionen der Fotografie im Rahmen der „Internationalen Fototage“ vor.

Ohne die großzügige Unterstützung des Förderkreises für die Kunsthalle Mannheim e. V., der H.W. & J. Hector-Stiftung, der Heinrich-Vetter-Stiftung, der Wilhelm Müller-Stiftung, der BASF Aktiengesellschaft, des Bankhaus B. Metzler seel. Sohn & Co. KgaA. sowie von ColorDruck Leimen, DG Medien, Heidelberg, Hofem Marketing, Darmstadt sowie zahlreicher privater und unternehmerischer Förderer ermöglicht.

Nach 100 Jahren positioniert sich die „Neue Kunsthalle“ als ein kultureller Ort, der dem Leitgedanken Siegfried Gideons aus dem Jahr 1929 folgt, welcher sich das Museum der Zukunft als ein „lebendiges Museum“ wünschte.

 

Ausstellungsräume

ROLF LAUTER, GRUNDRISS EG, KUNSTHALLE MANNHEIM 2002-2007

ROLF LAUTER, GRUNDRISS 1.OG, KUNSTHALLE MANNHEIM 2002-2007

ROLF LAUTER, GRUNDRISS 2.OG, KUNSTHALLE MANNHEIM 2002-2007

Katalog:  Vorwort und Dank

Die Geschichte eines Museums wird von den unterschiedlichsten Faktoren geprägt – einerseits äußere Umstände wie die allgemeine wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Situation und andererseits innere Strukturen, abhängig vom Programm und den Zielsetzungen bei Gründung des Museums sowie den inhaltlichen Vorstellungen und Konzeptionen der einzelnen Direktoren.

In der langen Geschichte eines Hauses wie der Mannheimer Kunsthalle lassen sich eine Reihe von Daten und Geschehnissen aufführen, die das Gesicht der Sammlung formten: Wichtige Ausstellungen, Ankäufe und Schenkungen, aber auch die Verluste in der nationalsozialistischen Ära und im Krieg, der darauf folgende Wiederaufbau, architektonische Veränderungen oder Erweiterungen, die Gründung eines Förderkreises und einer Ausstellungs-GmbH.

Die Kunsthalle Mannheim wird seit ihrer Gründung vor hundert Jahren getragen vom Engagement kunstinteressierter Bürgerinnen und Bürger. Schon die Errichtung des Gebäudes anlässlich des 300jährigen Stadtjubiläums wurde ermöglicht durch eine private Stiftung, durch das Legat von Henriette Aberle. Bei der Einrichtung als Museum im Jahr 1909 konnte der erste Direktor Fritz Wichert bereits auf einen eindrucksvollen Grundstock an Kunstwerken aus privaten Stiftungen zurückgreifen. Bei der Verwirklichung seiner anspruchsvollen Ankaufspolitik war er auf finanzielle Sondermittel angewiesen. So war der Ankauf des berühmten Manet-Gemäldes „Die Erschießung Kaiser Maximilians von Mexiko“ im Jahr 1910 nur möglich dank der Unterstützung von neun Mannheimerinnen und Mannheimern. Auch in den folgenden Jahren wurde die Sammlung der Kunsthalle durch Stiftungen und Schenkungen bereichert, die heute ihren internationalen Rang ausmachen. So erhielt die Kunsthalle 1921 als Stiftung des Mannheimer Sammlers Sally Falk ein herausragendes Konvolut an Plastiken von Wilhelm Lehmbruck.

Neben privaten Stiftern ist es vor allem der 1977 gegründete Förderkreis für die Kunsthalle Mannheim e.V., der die Sammlung um bedeutende Werke erweitern half und hilft. Eine besondere Ausprägung findet das bürgerschaftliche Engagement im Museums-Shop, der seit 1990 besteht. Durch ihren persönlichen Einsatz ermöglichen die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen die qualitätvolle Erweiterung der Sammlung.

Auf ganz individuelle Weise haben die verschiedenen Direktoren mit ihren Mitarbeitern das Museum geprägt. Dies zu würdigen ist Anliegen der vorliegenden Publikation.

Unter dem Titel „100 Jahre Kunsthalle Mannheim“ wird die seit 2003 verfolgte Neupräsentation der Sammlungsbestände, die auf medien- und epochenübergreifende Dialoge setzt, ihren Höhepunkt finden. Die Sammlung wird dabei durch Schenkungen, Leihgaben und Dauerleihgaben substanziell gestärkt und erweitert.

Dass diese umfassende Neupräsentation „100 Jahre Kunsthalle Mannheim“ möglich wurde, verdanken wir zahlreichen Förderern und Unterstützern. Unser ganz besonderer und tief empfundener Dank gilt in diesem Zusammenhang zuallererst dem „Förderkreis für die Kunsthalle Mannheim e.V.“, seinem Vorstand und vor allem dessen Vorsitzenden, Herrn Dr. Dieter Hasselbach, der die Entwicklung dieses Hauses mit strategischem Geschick, großem persönlichen Engagement und freundschaftlicher Verbundenheit wesentlich mit geprägt hat.

Der „H.W. & J. Hector Stiftung“ möchten wir für die großzügige, kontinuierliche und weitreichende Förderung der Kunsthalle aufrichtig danken. Frau Josephine und Herrn Dr. h.c. Hans-Werner Hector gilt dabei unser sehr herzlicher Dank. Darüber hinaus sind wir Herrn Dr. Ernstlothar Keiper für die kompetente Begleitung aller Projekte äußerst verbunden.

Der „Heinrich-Vetter-Stiftung“ und ihrem Vorstand, Herrn Prof. Dr. Carl-Heinrich Esser, sind wir für die langjährige, unschätzbare Unterstützung bei zahlreichen Projekten überaus dankbar.

Gleiches gilt für die „Wilhelm-Müller-Stiftung“ und ihren Vorstand. Unser herzlicher Dank gilt dabei Herrn Dipl. Kfm. Helmut Schmitt, der sich für die Ziele dieses Hauses immer persönlich eingesetzt und diese wohlwollend begleitet hat, sowie seinen Kollegen Herrn Franz Schmieder und Herrn Stefan Karcher.

Dem Bankhaus B. Metzler (seel. Sohn & Co. KgaA,Frankfurt a.M.) danken wir für die wiederholte und wertvolle Hilfe. Unser ausdrücklicher Dank geht hier an Sylvia und Friedrich von Metzler, Renate von Metzler, Emmerich Müller, Edmund Konrad und Stephan Heger.

Besonderer Dank gilt dem Förderkreis für die Kunsthalle Mannheim e.V. und der Heinrich-Vetter-Stiftung dafür, dass sie das Erscheinen dieser Publikation ermöglicht haben.

Herzlich gedankt sei zuletzt allen Mitarbeitern der Kunsthalle für Ihr Engagement und ihren Einsatz.

Rolf Lauter