H.P. ADAMSKI: SEHNSUCHTSQUADRATE, SAI KARLSRUHE 2010

Hans Peter Adamski

Sehnsuchtsquadrate / Squares of Longing

SWISS ART INSTITUTION

Forsthausvilla Karlsruhe

18. September – 21. November 2010

 

ROLF LAUTER, FORSTHAUSVILLA 2, SWISS ART INSTITUTION, KARLSRUHE 2009-2010

Einladung


ROLF LAUTER, HANS PETER ADAMSKI - SEHNSUCHTSQUADRATE, EINLADUNG, SAI KARLSRUHE 2010

ROLF LAUTER, HANS PETER ADAMSKI - SEHNSUCHTSQUADRATE, EINLADUNG, SAI KARLSRUHE 2010a

Werke in der Ausstellung

ROLF LAUTER, H.P. ADAMSKI, SEHNSUCHTSQUADRATE, Blumen müssen quadratisch träumen, SWISS ART INSTITUTION, KARLSRUHE 2010

ROLF LAUTER, H.P. ADAMSKI, SEHNSUCHTSQUADRATE, Quadrate sollten in den Spiegel schauen, SWISS ART INSTITUTION, KARLSRUHE 2010

ROLF LAUTER, H.P. ADAMSKI, SEHNSUCHTSQUADRATE, Quadrat soll Blume denken, SWISS ART INSTITUTION, KARLSRUHE 2010

ROLF LAUTER, H.P. ADAMSKI, SEHNSUCHTSQUADRATE, Mondscheinquadrate züchten, SWISS ART INSTITUTION, KARLSRUHE 2010

ROLF LAUTER, H.P. ADAMSKI, SEHNSUCHTSQUADRATE, Tränen müssen quadratisch werden, SWISS ART INSTITUTION, KARLSRUHE 2010

ROLF LAUTER, H.P. ADAMSKI, SEHNSUCHTSQUADRATE, Quadratisch popeln, SWISS ART INSTITUTION, KARLSRUHE 2010

ROLF LAUTER, H.P. ADAMSKI, SEHNSUCHTSQUADRATE, Quadrate sollten in den Spiegel schauen, SWISS ART INSTITUTION, KARLSRUHE 2010

ROLF LAUTER, H.P. ADAMSKI, SEHNSUCHTSQUADRATE, Tränen quadratisch weinen, SWISS ART INSTITUTION, KARLSRUHE 2010

ROLF LAUTER, H.P. ADAMSKI, SEHNSUCHTSQUADRATE, Quadratisch Schmusen, SWISS ART INSTITUTION, KARLSRUHE 2010

ROLF LAUTER, H.P. ADAMSKI, SEHNSUCHTSQUADRATE, Neugierige Quadrate züchten, SWISS ART INSTITUTION, KARLSRUHE 2010

ROLF LAUTER, H.P. ADAMSKI, SEHNSUCHTSQUADRATE, Neugierige Quadrate züchten, SWISS ART INSTITUTION, KARLSRUHE 2010

ROLF LAUTER, H.P. ADAMSKI, SEHNSUCHTSQUADRATE, Neugierige Quadrate züchten, SWISS ART INSTITUTION, KARLSRUHE 2010

ROLF LAUTER, H.P. ADAMSKI, SEHNSUCHTSQUADRATE, Mundgeruch quadratisch, SWISS ART INSTITUTION, KARLSRUHE 2010

ROLF LAUTER, H.P. ADAMSKI, SEHNSUCHTSQUADRATE, Achselschweiß quadratisch, SWISS ART INSTITUTION, KARLSRUHE 2010

ROLF LAUTER, H.P. ADAMSKI, SEHNSUCHTSQUADRATE, Streicheln Quadrate, SWISS ART INSTITUTION, KARLSRUHE 2010

ROLF LAUTER, H.P. ADAMSKI, SEHNSUCHTSQUADRATE, Tränen quadratisch weinen, SWISS ART INSTITUTION, KARLSRUHE 2010

ROLF LAUTER, H.P. ADAMSKI, SEHNSUCHTSQUADRATE, Tränen müssen quadratisch werden, SWISS ART INSTITUTION, KARLSRUHE 2010

ROLF LAUTER, H.P. ADAMSKI, SEHNSUCHTSQUADRATE, Singen quadratisch, SWISS ART INSTITUTION, KARLSRUHE 2010

ROLF LAUTER, H.P. ADAMSKI, SEHNSUCHTSQUADRATE, FISCHERS NACHTGESANG - DECKENGEMÄLDE, SWISS ART INSTITUTION, KARLSRUHE 2010.jpg

Presseinfo

HANS PETER ADAMSKI, 1947 in Kloster Oesede geboren, ist Mitbegründer der legendären Künstlergruppe Mülheimer Freiheit, die in den 80ern durch Paul Maenz weltweit Beachtung fand. Seit dieser Zeit beginnt seine internationale Karriere. Es entstehen in den folgenden Jahren konzeptionelle Werke, rätselhafte Bildwelten und leise, hintergründige Malereien, die die Zeit der “Wilden Malerei” aufgrund ihrer ausgeprägten individuellen Identität überdauern.

In den 90er Jahren weitgehend zurückgezogen arbeitend, dann seit 1998 als Professor und Prodekan in der Akademie der Künste in Dresden lehrend formuliert Adamski in konsequenter schöpferischer Neuorientierung eine künstlerische Position, die auf einer reflexiven Beobachtung und bildnerischen Auseinandersetzung mit vielen Zeiten und Epochen der Kunstgeschichte basiert sowie grenzgängerisch öffnende Wege für die Malerei entwickelt.

Seine Bilder der letzten Jahre, die wir mit der im September beginnenden Ausstellung in der SWISS ART INSTITUTION unter dem Titel SEHNSUCHTSQUADRATE vorstellen, führen in einer souveränen, leichten und dabei äusserst intensiven Art und Weise eine subjektive, tiefempfundene sowie komplex angelegte Kompositions- und Formensprache vor Augen, wie sie in der Gegenwartskunst selten geworden ist.

Auf ungrundierten Leinwänden entfalten sich in gestisch-intuitiver Manier gestaltete, an natürliche Formationen erinnernde, mitunter kosmisch anmutende schwarzgrundige, monochrome Bildgründe, die sich teilweise zu Farbzentren verdichten, sich aber auch teilweise in schleierartig-zarten Farbräumen verflüchtigen. Wir spüren einen Hauch von Welt, Genesis und Evolution. Aus den Nebeln kosmischen Werdens tauchen vereinzelt Pflanzen, Büsche, Blätter, vegetabile Motive, ein schwarzes Loch oder landschaftliche Gestaltungen auf und demonstrieren in ihrem zarten, andeutungsweisen Herauswachsen aus dem Bildgrund ihre strukturelle Nähe zu dem magmaartigen Resonanzkörper Welt an.

Daneben erkennen wir andere Motive, Erinnerungen an die Malerei des Barock, an Goya oder an andere Motivschätze des 19. Jahrhunderts. Zitate, Paraphrasen, Bilder des individuellen und kollektiven Gedächtnisses.

Schließlich greifen einzelne monochrome geometrische Formen in mächtigen Gesten in die zarten naturbezogenen Bildwelten ein: horizontale oder vertikale Farbzonen in Schwarz oder Weiss, die bestimmte Bildteile verdecken oder akzentuieren, perspektivisch zu Trapezformen verzerrte Quadrate, die eine Grundfläche für Assoziationen bilden, Gedanken-, Denk- oder Wahrnehmungsräume öffnen sowie Leerräume für assoziative, spiegelbildlich gemalte Motive offenbaren. Wir tauchen ein in einen Dialog aus polaren Kräften, malerischen und konkreten Ausdrucksformen, Paraphrasen über die Wölfflin’schen “Grundbegriffe der Kunst”. Hinzu kommen poetische Wortverflechtungen, die sich teils philosophisch, teils spielerisch fragend um den Begriff des Quadrates ranken.

Sehnsuchtsquadrate sind Bilder, die sich gestalterisch eindrucksvoll mit dem Mythos des Quadrates beschäftigen und in besonderer Weise mit den Wirklichkeiten von Sein und Schein. Wie im frühen 20. Jahrhundert Kasimir Malewitsch die Kunst vom Gewicht der Dinge befreien wollte und die “Unfarben” Schwarz und Weiß in konkrete geometrische Formen auf der Leinwand bannte, um der Empfindung in der Leere einen Platz zu geben, so gibt uns Hans Peter Adamski mit seinen neuen Arbeiten eine Möglichkeit, die Welt der Wirklichkeiten zu erahnen, ja ansatzweise zu erkennen.

HANS PETER ADAMSKI lebt und arbeitet in Berlin.

Katalog

ROLF LAUTER, ADAMSKI - SEHNSUCHTSQUADRATE, SWISS ART INSTITUTION, KARLSRUHE 2010