OTGONBAYAR ERSHUU @ ARTLABMANNHEIM 2013

Otgonbayar Ershuu  /  Эршүүгийн Отгонбаяр  

@

artlabmannheim 

6. September – 31. Dezember 2013

 

ROLF LAUTER, STUDIO OTGONBAYAR ERSHUU, BERLIN 2015

 

Einladungen

ROLF LAUTER, OTGONBAYAR ERSHUU, ERÖFFNUNG @ ARTLABMANNHEIM 2013

 

Ausstellung & Werke

ROLF LAUTER, OTGONBAYAR ERSHUU, artlabmannheim 2013

ROLF LAUTER, OTGONBAYAR ERSHUU - PAINTINGS, artlabmannheim 2013/14

ROLF LAUTER, OTGONBAYAR ERSHUU, artlabmannheim 2013

ROLF LAUTER, OTGONBAYAR ERSHUU, artlabmannheim 2013

 

Otgonbayar Ershuu  /  Эршүүгийн Отгонбаяр  @  artlabmannheim

Liebe Freunde der Zeitgenössischen Kunst,

gerne möchten wir Sie und Ihre Freunde zur Vorbesichtigung der Ausstellung Otgonbayar Ershuu, am 6. September 2013 um 18.00 Uhr in das artlabmannheim F 2, 4a – 68159 Mannheim einladen.

Mit unseren besten Grüssen

Rolf Lauter

Otgonbayar Ershuu wurde am 18. Januar 1981 in Ulaanbaatar / Mongolei geboren. Seine große Begabung für die Zeichnung und Malerei wurde bereits früh erkannt und im Alter von 15 Jahren hatte er seine erste Einzelausstellung. Von 1998 bis 2001 studierte OTGO in Utaanbaatar traditionelle mongolische Malerei. Nach dem Studium beteiligte er sich als Maler und Restaurator an mehreren Forschungsreisen zu historischen Stätten der Mongolei. In den buddhistisch-lamaistischen Klöstern studierte er verschiedene Techniken, die Ikonografie der Miniaturmalerei sowie deren spirituelle Hintergründe.

Seit 2005 lebt und arbeitet OTGO in Berlin. 2007-2010 studierte er im Institut für Kunst im Kontext, Fakultät Bildende Kunst der Universität der Künste Berlin und hat sein Studium 2010 mit dem Master of Arts abgeschlossen. Seine internationale Ausstellungstätigkeit begann 2001.

Die erste große Werkgruppe OTGOS sind die Thangkas, d.h. Miniaturmalereien, deren Inhalte aus den Götterwelten des Schamanismus, Tengrismus und Buddhismus abgeleitet sind, welche der Künstler ohne Vorzeichnung direkt auf eine speziell grundierte Leinwand aufträgt. Die Grundierung der Leinwände besteht aus einer Mischung aus schwarzem Ruß, Kreide und Wodka oder Milchschnaps. Dieser Mischung werden Pigmente aus Mineralien oder Pflanzen beigefügt. Schließlich wird die Mixtur mit Leim aus Yakhaut gebunden und beidseitig auf die Leinwand aufgetragen. Unter Anwendung der von OTGO entwickelten speziellen Technik und im Zustand höchster Konzentration entstanden etwa 600 Thangkas. Auffällig ist die meist erotisierte Darstellung der Bildthemen. Ein Leitsatz des mongolischen Glaubens ist das Erreichen der „All – Einheit“ durch die Überwindung aller Gegensätze der realen Erscheinungswelt.

Eine zweite Werkgruppe besteht aus den etwa 600 Seiten an comicartigen Illustrationen der „Geheimen Geschichte der Mongolen“, die vor ca. 800 Jahren verfasst wurde. Sie ist das älteste und bedeutendste Literaturwerk der Mongolen, Mythos, Epos und Chronik zugleich. Mit seinen Miniatur-Illustrationen wollte OTGO dieses wichtige Werk für alle Altersgruppen seiner Kultur einfacher lesbar machen.

Schon als Kind träumte ich bunt, von Blumen und sich tummelnden Menschen, von Leichtigkeit und Unbeschwertheit, vom Paradies.“ (OTGO)

Seine dritte und jüngste Werkgruppe, die mit der Entstehung des großformatigen Bildes „HUN“ (2010 – 2012) beginnt, könnte man mit dem Titel „Paradiesbilder“ umschreiben. „HUN“ ist ein All-Over-Painting aus annähernd 12.000 miteinander verwobenen Menschen und Tieren, gestaltet als ein panoramaartig verdichteter, vibrierender Mikrokosmos. Menschen und Tiere sind miniaturhaft-individuell gezeichnet, verschmelzen im Bild allerdings in einer farbenfrohen bewegungs-suggestiven Gesamtkomposition zu einem Spiegelbild der an Harmonie orientierten mongolischen Kultur.

Die in Mannheim präsentierten Bilder zeigen fliegende, schwimmende, rennende Menschen und Tiere, vereinzelt und zu Gruppen verdichtet, eingebunden in einen Kosmos aus koloristisch prägnant in Szene gesetzten Naturelementen. Alles ist in Bewegung, Veränderung, Transformation. OTGOS Bilder lassen uns in malerisch ausdrucksvoller Sprache eine Vorstellung vom Gleichklang zwischen Mensch und Natur in von der Zivilisation teilweise noch unberührten Räumen spüren, Räumen eines irdischen Paradieses, das in mancherlei Hinsicht mit unserer westlichen Vorstellung von einer ganzheitlichen Harmonie im Einklang ist.

artlabmannheim    

F 2, 4a   D-68159 MANNHEIM    

artlabmannheim@gmail.com