TAL R – SKULPTUREN, KHMA 2007

TAL R – Skulpturen

Kunsthalle Mannheim

2. Mai – 17. Juni 2007

 

Aussenbanner

ROLF LAUTER, TAL R - SCULPTURES, AUSSENBANNER, KUNSTHALLE MANNHEIM 2007

 

Einladung

 

Ausstellungsräume

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Tal R: „Früchte“

Sonderausstellung

2. Mai  –  9. September 2007

Seit der Renaissance haben Künstler damit begonnen, ihre Kunstwerke in ein Konkurrenzverhältnis zur Natur zu stellen, um diese realitätsnah abzubilden, sie zu transformieren oder sie gar an ästhetischer Leistung überwinden zu wollen. Die Begriffe der Mimesis, der Andeutung, des Wandelbaren, Transformatorischen und Vieldeutigen spielen dabei eine wichtige Rolle.

Tal R’s Plastiken stehen in dieser Tradition. Er nutzt die Natur als einen Fundus für Motive und Formen, geht aber bei der Formulierung seiner Werke Wege der Abstraktion und des Kombinatorischen. Seine Bronzegüsse, die sich als Konglomerate von Früchten, Gemüse und Alltagsobjekten (Flaschen, alte Schuhe, Bierdosen, Hüte und andere verbrauchte Konsumgüter) manifestieren, sind eine Art „Hommage“ an die plastisch-ästhetische Kraft der Materie, des Natürlichen und des Dinglichen.

Darüber hinaus repräsentieren sie auch die künstlerische Kraft des Kreativen, Assoziativen und der Phantasie, indem sie das reiche Areal der Gratwanderung zwischen der Daseinswirklichkeit und der Erscheinungswirklichkeit thematisieren. Bohrt man mit denFingern etwa zwei Löcher in einen weichen Kürbis oder eine Melone und macht darunter einen horizontalen Schlitz, dann suggeriert die Frucht die Vorstellung eines Gesichts. Kindheitserinnerungen werden wach. Die Öffnung der Kunst zum Spielerischen, Experimentellen und Surrealen eröffnet neue Korridore an Inhalten und Bedeutungen.

Tal R’s plastische Formationen sind Gestaltungen, die wie Fabelwesen aus einer anderen Welt auftauchen. Es sind phantastische Gebilde, denen eine magische Aura eigen ist.

Rolf Lauter